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Erste Hilfe für die Seele  
07.07.2016

Seminare zur Gesprächsführung nach traumatischen Ereignissen

Christiane Mayer
Wie bei Trauer helfen? (Foto: K.- P. Adler - Fotolia)
Wie spreche ich eine Bäuerin an, die ihren Ehemann durch einen Unfall verloren hat? Wie kommt ein Betriebsunternehmer zurecht, der mit dem Schlepper einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat? Die SVLFG bietet ihren Versicherten Seminare zur Gesprächsführung nach traumatischen Ereignissen. 


Menschen können durch schwere Unfälle, die sie erlitten oder gar selbst verursacht haben, durch Todesfälle oder lebensbedrohende Erkrankungen traumatisiert werden. Die SVLFG möchte ihren Versicherten in solchen Situationen helfen. Dazu bietet die SVLFG zweitägige Seminare für Männer und Frauen aus der grünen Branche an. Es soll in erster Linie dazu dienen, praktisch anwendbares Wissen zu erhalten, wie mit Schocksituationen oder traumatisierten Zuständen im dörflichen und betrieblichen Umfeld oder auch im Kollegenkreis umgegangen werden kann.

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bietet ihren Versicherten Seminare zur Gesprächsführung nach traumatischen Ereignissen. Ein Angebot für Versicherte der SVLFG, die Kontakt mit traumatisierten Menschen aus der Land- und Forstwirtschaft und dem Gartenbau haben.  

Wie kam es dazu, dass sich die Sozialversicherung mit diesem Thema beschäftigt? 

Im Jahr 2008 führten die damaligen Träger der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung in Bayern eine Befragung ihrer Land- und Forstwirte durch. Wissenschaftlich begleitet vom Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH an der Deutschen Sporthochschule Köln erstellten sie ein Kundenprofil. Personen, die in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben leben und arbeiten und über 55 Jahre alt waren, wurden befragt. Ziel der Sozialversicherung war es, maßgeschneiderte Angebote für mehr Gesundheit und Sicherheit und soziale Absicherung bis ins hohe Alter anbieten zu können. Es ist ein eindrucksvolles Gesamtwerk entstanden, das wertvolle Erkenntnisse brachte, was die Menschen in der Landwirtschaft belastet, sie aber auch stärkt. Eines der daraus entwickelten Gesundheitsangebote ist das „Psychosoziale Netzwerk“, in dessen Rahmen die zweitägigen Seminare angeboten werden. 
 
Für wen sind die Seminare gedacht?

Es richtet sich insbesondere an die SVLFG-Versicherten, die auf Grund ihrer sozialen Kompetenz und ihres ehrenamtlichen und/oder beruflichen Engagements Kontakt mit traumatisierten Menschen haben. Das wären insbesondere z. B. Landfrauen im Ehrenamt, ehrenamtliche Vertreter der Berufsstände, Dorfhelferinnen und Betriebshelfer.  

Im Sinne der innerbetrieblichen Prävention kann die Teilnahme einer Gruppe von Kollegen am Seminar sehr sinnvoll sein. Sind doch z. B. im Bereich des Gartenbaus gerade die Friedhofsgärtner bei ihrer täglichen Arbeit auf den Friedhöfen oft mit Gesprächssituationen mit Hinterbliebenen konfrontiert, die sie emotional stark fordern. Zu verstehen, wie manches Verhalten zustande kommt, gibt Sicherheit bei der eigenen, täglichen Arbeit und kann helfen, psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu vermindern. 

Auch die eigenen Mitarbeiter des Technischen Aufsichtsdienstes der SVLFG, die im Außendienst auf den Betrieben sind, werden im Bedarfsfall mit den Seminaren auf die Situationen dort vorbereitet. Sie sind z. B. bei Unfallermittlungen vor Ort mit Ereignissen befasst, denen unter Umständen ein traumatischer Vorfall vorangegangen ist. Es geht hier auch um Selbstschutz und angemessene Abgrenzung, das richtige Maß Mitgefühl, um das Verständnis für ein seelisches Trauma und dessen Auswirkungen, und letztendlich um die Aufarbeitung der Belastungen, die sich für sie selbst daraus ergeben. 

Was sind die Inhalte des Seminars?

Im Seminar „Gesprächsführung nach traumatischen Ereignissen“, das von Psychologinnen oder Sozialpädagoginnen durchgeführt wird, lernen die Teilnehmer 

  • Wie die einzelnen Phasen der Traumatisierung verlaufen
  • Mit traumatisierten Personen zu sprechen
  • Traumatisierten Menschen in Alltagsdingen zu helfen
  • Zu beurteilen, ob die betroffene Person professionelle Hilfe braucht
  • Sie selbst nicht in das Leiden der Betroffenen hineingezogen werden
  • Erste Anlaufstellen für professionelle Hilfe kennen
     

Ihre Aufgabe ist es nicht, therapeutisch zu wirken. Den Seminarteilnehmern soll das Rüstzeug an die Hand gegeben werden, um auf traumatisierte Menschen zugehen zu können, sie in ihrer schwierigen Lebensphase zu unterstützen und sie bei Bedarf zu ermutigen, sich professionell helfen zu lassen. Die Sprachlosigkeit der Menschen in ihrer Umgebung, die nach schlimmen Ereignissen oft herrscht, ist nach Aussage vieler Betroffenen sehr belastend. Vorteil dieser „Laienhilfe“ ist, dass das Hilfsangebot niederschwellig ist und der oder die Helfende aus dem gleichen beruflichen Umfeld kommt. 

Wie ein Mensch belastende Situationen bewältigt, darüber entscheiden die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen. Soziale Unterstützung ist ein immens wichtiger Teil davon. Der Erhalt der seelischen Gesundheit ihrer Versicherten ist der SVLFG wichtig – wirkt sich diese doch intensiv auf die körperliche Gesundheit und Arbeitsfähigkeit aus. Letztendlich sollen so Krankheitskosten oder Kosten durch Unfälle vermieden werden. 

Geplant sind auch Aufbauseminare und regelmäßige Treffen der Teilnehmenden eines Seminars zum Erfahrungsaustausch. Dabei werden offene Fragen behandelt, Referenten informieren über artverwandte Themen (z. B. Patientenverfügung, Palliativversorgung, Vorsorgevollmacht etc.), eventuelle Netzwerkpartner werden besucht oder eingeladen.  

„Ich habe hier gelernt die Hand zu reichen – man kann nichts falsch machen“. So drückte eine Seminarteilnehmerin aus, was sie in dem zweitägigen Seminar für sich gelernt hat. Nichts zu tun und die Familie oder Kollegen auf den Betrieben nach schlimmen Ereignissen gar zu meiden, ist das Schlimmste das man tun kann, bestätigt auch eine der Seminarleiterinnen Dr. Petra Hempel auf einem der vergangenen Seminare.

Weitere Informationen unter www.svlfg.de/Gesundheitsangebote.

Die Autorin
Christiane Mayer ist seit 35 Jahren für die Landwirtschaftliche Sozialversicherung im Verwaltungsdienst tätig. Lange Zeit in der Leistungsabteilung der Landwirtschaftlichen Krankenkasse beschäftigt, organisiert, betreut und konzipiert sie nun seit 2009 in einem kleinen Team die Gesundheitsangebote der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau für das ganze Bundesgebiet.


 

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