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Interview  
16.06.2016

Prävention in der Entsorgungswirtschaft

ESV-Redaktion Arbeitsschutz
Prävention in der Abfallwirtschaft (Foto: Goss Vitalji/Fotolia.com)
Christoph Benning, Leiter Arbeitssicherheit der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), berichtet von deren Maßnahmen und Erfahrungen im Präventionsbereich.

Wie sind Sie zum Arbeitsschutz gekommen?
Nach dem Abitur 1983 habe ich ein Studium gesucht, das nicht nur technisch orientiert ist. Durch Zufall bin ich damals auf den Studiengang Sicherheitstechnik mit Schwerpunkt Arbeitssicherheit an der bergischen Uni in Wuppertal gestoßen. Damit begann alles. Dann habe ich arbeitsschutzbezogene Praktika in der Stahlindustrie, in der Energiewirtschaft und in der Bauwirtschaft gemacht. Ich fand die Arbeit in den Arbeitsschutzabteilungen sehr vielseitig und aufgrund der Möglichkeit, in alle Betriebsteile Einblick nehmen zu können, spannend.

Die BSR-Außendienstmitarbeiter sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt: Umgang mit Abfall, kritische Verkehrssituationen, schwere Lasten, Klimatische Verhältnisse… Laut AOK-Fehlzeitenreport 2010 haben Straßenreiniger und Müllmänner die höchsten Fehlzeiten. Wie sieht das bei der BSR aus und wie ist die zugehörige Strategie?
Pro Jahr ist etwa jeder zwölfte Müllwerker von einem Arbeitsunfall betroffen. Im Vergleich zu anderen Branchen ist die Entsorgungswirtschaft einem sehr hohen Unfallrisiko ausgesetzt. Im Schnitt zieht hier ein Unfall 23 Tage Arbeitsausfall nach sich - Grund genug, durch präventive Maßnahmen in die Offensive zu gehen, um die vergleichsweise hohen Unfallzahlen zu verringern.

Deshalb ist es besonders wichtig, bei der Müllabfuhr und Straßenreinigung den Blick für Gefahrenpotenziale zu schärfen und den Arbeitern vor Ort klar zu machen, wie sie sich sicherheits- und gesundheitsgerecht verhalten, um sich und dem Betrieb Schaden ersparen. Bei den krankheitsbedingten Fehlzeiten dominieren  Muskel-Skeletterkrankungen und hier speziell Rückenprobleme bei den Mitarbeitern in Entsorgungsbetrieben. Vor dem Hintergrund des „kollektiven Alterns“ auch von Belegschaften kommunaler Entsorgungsbetriebe und betrieblich bzw. wettbewerblich notwendiger Leistungsverdichtungen bekommt die Erhaltung der Gesundheit für jeden einzelnen eine neue Dimension. Dabei geht das Aufgabenspektrum der betrieblichen Akteure im Arbeitsschutz über die reine Erfüllung von Vorschriften hinaus, wenn Verbesserungen bei den wichtigen und messbaren Kennziffern Krankenstand und Unfallquote erzielt werden sollen. Zur Strategie gehören:

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) mit „niedrigschwelligen“ Angeboten überwiegend in „Bringform“ und im Arbeiterbereich auf Männer ausgerichtet
  • intensives und systematisches Eingliederungsmanagement nach gehäuften Fehlzeiten (BEM)
  • Optimierung von Technik, Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen  (Verhältnisprävention)
  • Förderung des individuellen Gesundheits- und Sicherheitsbewusstseins (Verhaltensprävention)
  • Technische Maßnahmen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sind nach der Systematik im Arbeitsschutzgesetz vorrangig zu verfolgen.

Viele Unfälle, arbeitsbedingte und andere Gesundheitsgefährdungen haben auch mit tradierten Verhaltensweisen bei den Belegschaften in den Entsorgungsbetrieben zu tun. Beispielhaft ist hier das zuweilen hektische und ungesunde Arbeitstempo in der Abfallsammlung bei vielen Müllwerkern zu nennen.

Wie werden die Mitarbeiter in den Prozess der Gefährdungsbeurteilungen miteinbezogen und wie erleben Sie deren Sicherheitsbewusstsein?
Wir haben in der BSR etwa 50 Gefährdungsbeurteilungen, die unter Einbeziehung der Personalvertreter und einzelner Sicherheitsbeauftragter erarbeitet wurden. Auf dem Deckblatt jeder Gefährdungsbeurteilung unterschreiben auch der mitwirkende Personalrat, der beteiligte Sicherheitsbeauftragte und der zuständige Schwerbehindertenvertreter und bezeugen damit ihre Mitwirkung. Wir gehen aktuell zunehmend dazu über, moderierte Mitarbeiterrunden zur Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilungen basisorientiert durchzuführen. Unsere Beschäftigten haben viel Know-how und wissen i.d.R. sehr genau, wo die Risiken lauern. Dementsprechend liegt es nahe, die Partizipation hier voranzutreiben. Bei diffizilen Fragen der Gefährdungsbeurteilung wie dem Aspekt der Alleinarbeit in LKW-Werkstätten hat sich diese Vorgehensweise gut bewährt und trägt auch zur Sensibilisierung für Arbeitsschutzaspekte und sicheres Verhalten bei. Insgesamt stellen wir als Fachkräfte für Arbeitssicherheit ein steigendes Sicherheits- und Gesundheitsbewusstsein in der BSR fest.

Wie stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter die Informationen auch verstehen und richtig umsetzen?
Die Informationskanäle sind vielseitig. Aus meiner Sicht bleiben das persönliche Gespräch und die Gruppenansprache durch den Vorgesetzten am wichtigsten. Auch Fehlverhalten oder Auffälligkeiten sollten zeitnah angesprochen werden. Zur guten Informationsvermittlung gehört aber auch die zielgruppenspezifische und zeitgemäße Aufbereitung. Wir haben gute Erfahrungen mit bildlichen Darstellungen wie Plakaten und insbesondere Arbeitsschutzfilmen gemacht. Bewegte Bilder bereichern Unterweisungen und lockern gleichzeitig auf. Hier ist das Portal unter www.arbeitsschutzfilm.de eine große Hilfe auch für Führungskräfte.  

Welche Präventionsangebote gibt es bei der BSR und wie werden diese angenommen?

Grundlage für viele Präventionsangebote ist eine intensive Kooperation mit zwei Krankenkassen und unserer Unfallkasse. Zu den Angeboten gehören:

  • Gesundheitsberatung durch betriebsinterne Fachleute;
  • 15 Betriebssportgruppen mit dem Schwerpunkt Ausgleichs- bzw. Gesundheitssport;
  • BSR-Gesundheitsbonusprogramm zur Belohnung von gesundheitsförderlichen Aktivitäten (jährlich nehmen 400 bis 500 Beschäftigte daran teil);
  • diverse Seminare z.B. zum Thema „Gesundheitsgerechtes Führen von Mitarbeitern“;
  • regelmäßige Rückentrainings auf acht BSR-Standorten;
  • jährliche „Roadshow“ zum Arbeitsschutz über die Betriebshöfe der BSR;
  • Grippeschutzimpfungen;
  • jährliche Schwerpunktaktionen des betriebsärztlichen Dienstes wie z.B. Blutdruckmessaktionen.
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