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Psychische Störungen sind ein Tabuthema, seelische Erkrankungen werden häufig totgeschwiegen und verdrängt – für die Betroffenen eine zusätzlich belastende Bürde. Die neu erschienene Publikation „Seele aus der Balance. Erforschung psychischer Störungen“ möchte dazu beitragen, die Diskussion rund um seelische Erkrankungen auf einer sachlichen Ebene zu führen, über den Stand der Forschung aufzuklären und das Thema aus der Tabuzone herauszuführen.
Die Angst der erkrankten Menschen vor Entdeckung und möglicherweise in Folge abgestempelt zu werden, ist existenziell, erdrückend und allgegenwärtig. Darüber sprechen heißt oft, sich angreifbar zu machen.
Und es handelt sich keineswegs um Einzelfälle: Fünf Prozent aller Menschen in Deutschland leiden aktuell beispielweise an einer depressiven Störung, das entspricht etwa vier Millionen Männern und Frauen. Bis zu zehn Prozent der Bundesbürger erleben einmal oder mehrmals in ihrem Leben eine schwere depressive Episode. Allein diese Zahlen zur Depression, der verbreitesten Erkrankung der Psyche, belegen: Psychische Störungen sind keine Randerscheinung.
In der 88-seitigen Publikation werden unter verschiedenen Aspekten zahlreiche Informationen aus der aktuellen Forschung zusammengetragen: Welche „großen“ Störungsbilder gibt es? Was können Ursachen und Auslöser sein? Welche Therapien stehen zur Verfügung? Welche Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung von psychischen Krankheiten gibt es?
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