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Der im Juni veröffentlichte Zwischenbericht zur so genannten Dachevaluation der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie zeigt insbesondere bei kleineren Unternehmen und im Dienstleistungssektor weiter Nachholbedarf auf. So führen nur 41 % der Kleinstbetriebe (ein bis neun Mitarbeiter) eine entsprechende Beurteilung durch, während es bei den Großbetrieben (über 250 Mitarbeiter) 98 % sind. Unterscheidet man nach Branchen, sind es vor allem Produktionsbereiche, in denen eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wird. Dienstleistungsunternehmen sehen weniger die Notwendigkeit für eine Untersuchung der betrieblichen Verhältnisse. Insgesamt führen nur rund 51 % der befragten Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung durch. Das Fehlen nennenswerter Gefährdungen wird von den meisten Betrieben (85 %) als Grund für die Nichtdurchführung angegeben.
Inhaltlich zielen die meisten Unternehmen auf unmittelbare physische Gefährdungen. Die Arbeitsorganisation, mögliche psychische Belastungen oder langfristige Gesundheitsschädigungen bleiben dagegen oft auf der Strecke. Vor allem hier sieht die Evaluation noch viel brachliegendes Potenzial für eine verbesserte Akzeptanz der Gefährdungsbeurteilung in der Zukunft.
Ausführliche Informationen zur Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie und die Ergebnisse der Dachevaluation finden Sie unter www.gda-portal.de.
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