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ARBEITSSCHUTZuptodate!
1. Liquid statt starr
Die neue Arbeitswelt ist geprägt durch Netzwerke. Standardisierte Back-End Prozesse werden zwischen Unternehmen geteilt, ohne dass dies für Kunden oder Mitarbeiter sichtbar ist. Dadurch entstehen Arbeitsplätze ohne eindeutige organisatorische Zugehörigkeit und Produkte ohne eindeutigen Absender.
2. Peer-to-Peer statt Hierarchie
Hoch spezialisierte Fachkräfte kommunizieren weltweit in Special Interest Communities. Nicht mehr die Organisationszugehörigkeit, sondern nur noch die fachliche Expertise leitet Loyalitäten. Die gelösten Bindungen führen auch zum Ende der Organisierbarkeit.
3. Beauftragen statt einstellen
Unternehmen greifen für die Erbringung spezifischer Leistungen immer weniger auf die dem Unternehmen fest verbundene Workforce zurück. Globale Transparenz von Skills und Verfügbarkeiten hoch qualifizierter Fachkräfte führen zu einem „hiring on demand“. Das Arbeitsverhältnis wandelt sich zum Arbeitseinsatz.
4. SAP statt McKinsey
Organisationen strukturieren sich nicht mehr entlang von Organigrammen. Komplexe IT-Systeme geben standardisierte Abläufe und Organisationsformen vor. Es ist billiger, die Organisation an die Software anzupassen als die Software zu individualisieren. Die Software-Standardisierung macht Organisationsformen homogener.
5. Offen statt geschlossen
Akzelerierte Transparenzansprüche sowie die Notwendigkeit zu Co-Creation mit Kunden (Open Innovation) führen zu einer Öffnung und Entgrenzung vormals geschlossener Unternehmensstrukturen. Übergänge zwischen innen und außen werden flüssig, Herrschaftswissen, wie z.B. Patente, verlieren an Wert. Die Fähigkeit, schnell und offen zu skalieren, wird zum Königsweg. Dabei wird die Crowd zum Teil der Wertschöpfung.
6. Prosumenten statt professionelle Produzenten
Statt auf Mitarbeiter setzen Unternehmen immer mehr auf Kunden. Viele (digitalisierbare) Leistungen werden von Begeisterten freiwillig und unentgeltlich erbracht. Beim Prosumerismus verschwimmen die Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten. Freiwillige digitale Arbeit ersetzt dabei professionelle Beschäftigung.
19. Büros dienen nur noch dem Netzwerken – nicht mehr der Arbeit
Der Arbeitsort von Menschen in flexiblen Arbeitsverhältnissen breitet sich auf den öffentlichen Raum aus. Physische Büros sind temporäre Ankerpunkte für menschliche Interaktion, die vor allem dem Netzwerken dienen. Gearbeitet wird überall – nur nicht am eigenen Schreibtisch.
20. Gamification und Belohnungen werden wichtiger
Gerade bei standardisierten Tätigkeiten sehnen sich Mitarbeiter nach Ablenkung und Belohnung. Gamification und intuitive Bedienbarkeit von IT-Oberflächen werden immer wichtiger und nähern die Arbeitsumgebung einem virtuellen Spielfeld an. Arbeitgeber sind gefordert, spielerische Designprinzipien in standardisierte IT-Anwendungen zu integrieren.
21. Job-Hopper fordern die HR heraus
Die Bindung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber löst sich. Flexible Arbeits- und Kooperationsformen führen dazu, dass Arbeitnehmer ständig mit einem Bein im Arbeitsmarkt stehen. Systematische Personalentwicklung wird so erschwert. Gleichzeitig steigen Erwartungen und Ansprüche der Mitarbeiter an unmittelbar nutzbare Qualifizierungen.
22. Führen auf Distanz
Der Abschied von der räumlich verorteten Arbeit geht mit einem Wandel von der Präsenz-zur Ergebniskultur einher. Führungskräfte müssen lernen, dass sie mehr motivieren als kontrollieren werden. Die Kunst besteht darin, persönliche Bindung auch über unpersönliche technische Kanäle aufzubauen und zu erhalten.
23. Neue Märkte erschließen, alte Märkte verteidigen können
Ein zunehmendes Innovationstempo erzwingt die ständige Neubesetzung zukunftsträchtiger Geschäftsfelder und die Transformation der bestehenden Geschäftsmodelle. Gleichzeitig muss das in der Gegenwart noch profitable Kerngeschäft so effizient wie möglich verfolgt werden. Management wird so „beidhändig“ und agiert in Gegenwart wie Zukunft gleichermaßen.
24. Matching per Mausklick
Digitale Arbeitskräfte sind in Form individueller Datenpakete quantifiziert – ihre Kompetenzen ihre Kompetenzen, Erfahrungen, Kapazitäten. Das erleichtert die passgenaue Vergabe von Aufträgen. Störfaktoren im Datenprofil können so ein Matching aber auch verhindern. Personalauswahl wird weniger intuitiv, aber auch weniger an kultureller Passung orientiert.
25. Komplette Überwachung der Arbeit
Sensoren prägen das „Büro der digitalen Arbeit “. Eigenschaften der Umgebung, der Prozesse, der Arbeitsergebnisse und der Arbeitenden werden laufend aufgezeichnet, um sowohl dem Arbeitgeber als auch dem Arbeitnehmer Informationen über Qualität und Verbesserungspotenziale der Arbeit zu liefern. Praktischer Nutzen muss gegen ethische Erwägungen abgewogen werden.
Die Expertenbefragung "Arbeit 4.0: Megatrends digitaler Arbeit der Zukunft – 25 Thesen" finden Sie hier.
Weiß/Strubl/Goschy
Lean Management
Lean Management ist für die Herausforderungen eines globalisierten Wettbewerbs ein überaus leistungsfähiger Bezugs- und Entscheidungsrahmen. Wie Lean-adäquate Unternehmensführung als rationales Gestalten von Wertschöpfungsprozessen überzeugt, erfahren Sie in diesem Band von angesehenen Spezialisten.
Die konsequent weiter entwickelte 3. Auflage des Pionierbuchs. Ein bewährtes Konzept auch und gerade für die fortschreitende Digitalisierung. Anschauliche Beispiele, Fallstudien und kompakte Zusammenfassungen erlauben Ihnen eine faktenreiche, theoriegeleitete und praxisnahe Beschäftigung mit dem Lean-Thema.
Schneider/Becker
Mitarbeiter-Compliance
Strategien für die erfolgreiche Einbindung
Compliance pflegt in den meisten Unternehmen noch immer ein Inseldasein. Neben verantwortlichen Führungskräften und Compliance-Beauftragten wissen oft nur wenige Mitarbeiter, was genau Compliance eigentlich ist und welch große Bedeutung ihre eigene Arbeit für erfolgreiches Compliance-Management hat.
Wie Compliance zum Thema a l l e r Mitarbeiter wird, und wie sich die Wirkung im bewussten und verantwortlichen Handeln aller optimal entfaltet, veranschaulicht dieses Buch mit viel Praxisnähe.
Hinterhuber
Strategische Unternehmensführung
Das Gesamtmodell für nachhaltige Wertsteigerung
Auch wenn die beste Strategie kein Erfolgsgarant ist – ohne Strategie sind langfristig überdurchschnittliche, nachhaltig wertsteigernde Unternehmenserfolge höchst unwahrscheinlich.
Wie Führungskräfte mit strategischem Denken und Handeln das Ganze vor den Teilen sehen und in gemeinsamer Verantwortung mit den Mitarbeitern zur Produktivität und Innovationskraft ihrer Organisation beitragen, erläutert dieses Buch. Hans H. Hinterhuber hat sein bewährtes Modell der strategischen Unternehmensführung zu einem ganzheitlichen Ansatz weiterentwickelt, in dem marktwirtschaftliche, unternehmerische, politische und gesellschaftliche Dimensionen verbunden sind.
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