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Arbeitgeber stehen angesichts der demografischen Entwicklung vor allem vor der Herausforderung, mit alternden Belegschaften und einer Verknappung von Nachwuchskräften ihre Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Ein Spannungsfeld entsteht hieraus im Zusammenspiel mit den technisch-ökonomischen Entwicklungen. Denn infolge der zunehmenden Globalisierung und dem Trend zur Wissens- und Innovationsgesellschaft steigt gleichzeitig der Bedarf an Fachkräften an, die in der Lage sind, der wachsenden Komplexität und Veränderungsgeschwindigkeit zu begegnen.
Zudem muss sich die Unternehmens- und Personalpolitik mit bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen. Hier ist zum einen das Streben nach Nachhaltigkeit zu nennen, das vermehrt zum Wettbewerbs- und Standortvorteil wird. Dies sowohl zur Verbesserung der Position auf den Absatzmärkten als auch zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber. Denn gerade jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer legen durchaus Wert darauf, wie Betriebe mit Ressourcen umgehen. Zum anderen spielt der Aspekt „Vielfalt“ eine zentrale Rolle im Hinblick auf die immer „bunter“ werdenden Belegschaften, in denen Themen wie Geschlecht, Alter bzw. Generation und kultureller Hintergrund angemessene Berücksichtigung finden müssen, um Beschäftige über viele Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg motiviert, leistungsfähig und gesund zu halten.
Es wird deutlich, dass die Gewinnung und Bindung der so dringend benötigten, jedoch immer knapper werdenden Fachkräfte mit einer nachhaltigen Unternehmens- und Personalpolitik einhergehen muss, bei der die betrieblichen Belange in Einklang gebracht werden mit den immer unterschiedlicheren Bedürfnissen der Beschäftigten.
Dies bedeutet auch, die Vielzahl von Lebens- und Berufsphasen zu berücksichtigen, die im Verlauf eines verlängerten Erwerbslebens zum Tragen kommen. Eine Lebensphasenorientierte Personalpolitik wird diesen Anforderungen gerecht, denn sie verfolgt in einem ganzheitlichen Ansatz drei Dimensionen zugleich:
Dabei steht die Philosophie im Mittelpunkt, dass Menschen ihre persönlichen Belange nicht „an der Werkspforte“ abgeben, sondern diese durchaus auch ihr berufliches Wirken beeinflussen. Im kritischen Falle können sich dadurch erhebliche Herausforderungen auch auf betrieblicher Seite ergeben, wenn Leistungsfähigkeit, Motivation und Qualifikation in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die Systematik einer Lebensphasenorientierten Personalpolitik, die Lebens- und Berufsphasen gleichermaßen in den Blick nimmt und eine Zuordnung zu gängigen betrieblichen Handlungsfeldern möglich macht, zeigt Abbildung 1 (s. PDF) auf:
Überblick über die Lebens- und Berufsphasen
Mit Bezug zu den Lebensphasen lassen sich zunächst solche differenzieren, die dem familiären Bereich zuzuordnen sind – Elternschaft, Pflege, Lebens- und Arbeitssituation des Partners sowie Soziales Netzwerk – sowie solche, die außerfamiliär sind (Hobby, Ehrenamt, Krankheit, Nebentätigkeit, Privat initiierte Weiterbildung, Kritisches bzw. traumatisches Ereignis sowie Verschuldung).
Sie sind weitgehend altersunabhängig und können wie folgt charakterisiert werden:
Soziales Netzwerk: Zu einem sozialen Netzwerk gehören in der Regel Familie, Freunde und Bekannte. Die Zugehörigkeit zu einem solchen Netzwerk wird vielfach auch mit Unterstützung von Social Media gepflegt.
Die Berufsphasen, die ebenfalls größtenteils altersunabhängig stattfinden und nicht zwangsläufig alle durchlaufen werden, lassen sich folgendermaßen beschreiben:
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