Stets auf dem Laufenden mit dem kostenlosen Newsletter
ARBEITSSCHUTZuptodate!
Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO). Die Ursache für eine derart drastische Zunahme psychischer Probleme wird allgemein auf arbeitsbedingten Stress, Arbeitsverdichtung und -beschleunigung zurückgeführt. „Grundsätzlich teilen wir diese Auffassung,“ sagt Arbeitsmedizinerin Paula Vogelheim, die nach vielen Jahren praktischer Erfahrung als Betriebsärztin heute in leitender Funktion bei der B.A.D GmbH tätig ist. „Arbeit an sich macht den Menschen nicht psychisch krank. Aber viele haben Schwierigkeiten, sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen. Jede Umstrukturierung, jede Verschlankung in Unternehmen verlangt den Menschen eine extrem hohe Anpassungsfähigkeit ab. Anpassung heißt in diesem Kontext, dass man umdenkt, Dinge anders macht als früher, neue Aufgaben übernimmt, oft sogar komplettes Neuland betritt. Wer sich dem gewachsen fühlt, bleibt mental gesund.“ Die Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung der B.A.D GmbH rät daher zu einer Stärkung der persönlichen Widerstandskräfte von Arbeitnehmern, die in Fachkreisen als Resilienz beschrieben wird. B.A.D ist ein überbetrieblicher arbeitsmedizinischer Dienst mit mehr als 2.500 Mitarbeitern, der bundesweit und international etwa 600 Arbeitsmediziner und 50 Berater aus psychologisch-pädagogischen Qualifikationsbereichen beschäftigt. In Einzelsitzungen erarbeiten die Berater mit gefährdeten Beschäftigten in Unternehmen Strategien, mit denen sie in ihren Jobs fit und mental gesund bleiben. Die Gespräche unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht. „Wenn die Krankheit zu weit fortgeschritten ist, begleiten wir den Betroffenen in geeignete therapeutische Einrichtungen oder Kliniken und gliedern ihn anschließend wieder in die Arbeitswelt ein. Jede dritte Frühverrentung in 2007 ist laut AOK Bericht auf psychische Probleme zurückzuführen. Und bereits 2006 sei dem Staat ein durch depressive Erkrankungen verursachter Schaden von 26,7 Milliarden Euro entstanden, berechnete das Statistische Bundesamt.
Um Ihnen ein optimales Webseitenerlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Mit dem Klick auf „Alle akzeptieren“ stimmen Sie der Verwendung von allen Cookies zu. Für detaillierte Informationen über die Nutzung und Verwaltung von Cookies klicken Sie bitte auf „Anpassen“. Mit dem Klick auf „Cookies ablehnen“ untersagen Sie die Verwendung von zustimmungspflichtigen Cookies. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einstellungen jederzeit individuell anzupassen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
