Der Sturz an der gläsernen Drehtür im Lübecker Hotel
Ein Lehrstück zu Tatsachen- und Wertungsfragen bei der Betreiberhaftung
Das LG Lübeck verweigerte einer 86-Jährigen Schmerzensgeld, weil die in Rede stehende Gefahr bei einer gläsernen Drehtür erkennbar gewesen sei und „vor sich selbst warne“. Das OLG Schleswig-Holstein verurteilte dann aber den beklagten Hotelbetreiber unter Verweis auf Bauordnung und ArbStättV, weil die Tür nicht in Augenhöhe gekennzeichnet war: „Auch die Vermeidung einer sehr unwahrscheinlichen Gefahr ist geboten, wenn das nur sehr geringen Aufwand erfordert“.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2199-7349.2026.01.10 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2199-7349 |
| Ausgabe / Jahr: | 1 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-01-05 |